Donnerstag, 6. Februar 2014

First Days...



                                                                          
An meinem ersten Tag in Melbourne ging es erstmal daran, all den bürokratischen und organisatorischen Kram zu erledigen: SIM Karte, Bankkonto, Steuernummer. Das dauerte überraschenderweise zusammen (inklusive Laufwege) nicht mal zwei Stunden und war damit weitaus unkomplizierter als erwartet.



Insgesamt mache ich hier in Melbourne eigentlich relativ wenig, außer in der Stadt herumzuschlendern und in Parks zu chillen ( - Fitzroy Gardens sei hier empfohlen, der botanische Garten ist allerdings auch nicht schlecht). Der einzige Versuch, ein bisschen Kultur in mir aufzunehmen (mal abgesehen von ein paar Kirchen, an denen ich vorbeigelaufen bin), nämlich eine Ausstellung für Contemporary Photography zu besuchen, scheiterte nach einem langen Marsch durch 38 Grad Hitze an einer geschlossenen Tür und einem unwirschen „It opens at six“ – obwohl an der Tür und im Reiseführer eindeutig anderes stand. Na gut, was solls. Meine eben erstandene Fanta tröstete mich darüber ein bisschen hinweg. Fanta ist hier übrigens knallorange, pappsüß und schmeckt nach Mandarine. Naja.
                                                                                             
Und wenn ich mal groß bin, will ich in Fitzroy wohnen! Just saying.

Dienstag, 4. Februar 2014

2 1/2 Tage wach

Fliegen ist echt scheiße anstrengend. Alles tut weh, überall schreien Babies, Füße schwellen an, man bekommt nur alle paar Stunden einen mini-Becher Wasser (es sei denn, man sitzt in der Business Class, aber hey - welcher Backpacker tut das denn?). Die Ökobilanz von Flügen ist auch ziemlich traurig - Wasser im 100ml Plastikpack lässt mir das Herz bluten:



Abu Dhabi riecht bei der Zwischenlandung nach Meer und Wüste. Der Flughafen hat zu wenig Schilder und eine zu lange Schlange am Security Check und eine noch viel längere Schlage beim Boarding. Aber immerhin lerne ich in der langen Wartezeit zwei Melbournerinnen und einen anderen deutschen Backpacker kennen. Und es sind ja die Begegnungen, die Reisen schön machen.




Melbourne begrüßt mich mit Regen und einer Zitterpartie an der Gepäckausgabe, aber das ist mir (fast) egal - ich bin hier und das ist irgendwie immer noch unglaublich. Von Aufregung immer noch keine Spur, ich fühle mich am richtigen Platz und alles ist, wie es ist und das fühlt sich gut an. Oder vielleicht einfach nur surreal.



Der Skybus bringt mich in die Stadt und nach einem anstrengenden 2Km Walk komme ich auch endlich an meinem Hostel an. Zwischendurch wird viel geguckt und sogar ein iPhone Schnappschuss angefertig.



Erstmal duschen. Und feststellen, dass man in seinem Rucksack nichts findet. Und im Waschraum gleich mal eine Irin kennen und in die Küche auf einen Drink eingeladen werden. Mit dem Mischmasch aus irischen, australischen, französischen und britischen Akzenten dezent überfordert sein und schließlich totmüde ins Stockbett kriechen und das Jetlag ausschlafen. Schlafen. Endlich.



Samstag, 1. Februar 2014

Ein Leben in 60 Litern

Ein paar Stunden vor Abflug ist nun mein Leben für die nächsten 7 Monate in dem kleinen Ding hier verpackt. Für viele Worte bleibt leider keine Zeit - in 8 Stunden hebe ich schon ab, das ist verrückt und noch verrückter ist mein Zeitplan, denn ich bin - wie eigentlich immer - noch nicht mit allem fertig (Computerkram, Datensicherung und der ganze Quatsch) und bekomme heute Nacht bestimmt keinen Schlaf. Ich müsste schießlich in 2-3 Stunden eh schon wieder aufstehen, oh man. Aber hier schnell noch eine Erläuterung von links nach rechts und oben nach unten - weil ich so stolz bin, dass am Ende alles reingepasst hat und mich jetzt selbst zelebrieren muss.


Notfallzigaretten/Tempos/Leotüte zum Einkaufen - 2 Paar Schuhe (FlipFlops + Slipper - Waschbeutel - TravelSheet - Elektrokramtasche - Sonnencremevorrat - Unterwäsche für 9 Tage/Bikini/4 Paar Socken - Microfaserhandtücher - ein mini Stapel Klamotten - Deuter Aircontact 60L - Notfallmedikamente - Of Mice and Men - Brille/Sonnenbrille - Adapter - Vorängeschlösser - USB Stick(s) - Ersatzbrillen - Kamera - Kalender/Notizbuch - Jonathan Franzen (wurde aus Gewichtsgründen noch durch Oliver Twist ersetzt) - noch mehr Tempos - Notfallklamotten fürs Handgepäck (1 T-Shirt, 1 Unterhose & 1 Paar Socken - man weiß ja nie, ob das Gepäck nicht verloren geht) - Netbook - Kuschelsocken - Lonely Planet - Tages-/Handgepäckrucksack - Notfallduschzeug - Labello-Haarnadel-Sonstwas-Täschchen - Aufblasbares Nackenkissen - Umhängetasche - Notfallmedis/Ohropax/Quatsch - Geldbeutel - Handy - Reisepass


Das wars, mehr gibts nicht - außer die Klamotten am Leib und die das Foto machende 2. Kamera. Uah!